Tiberanda Mittendrin

Mit Besen und Boden
Ein Beruf in Tiberanda ist Musiker. Die Hennenpost hat sie am gestrigen Donnerstag beobachtet.

 

Aus dem großen Hauptzelt hört man zurzeit rhythmische Geräusche. Die zehn Trommler und Trommlerinnen machen Musik mit Besen, Schrott, ihren Händen und allem, was sie in Tiberanda finden. Neben Body-Percussion, was Trommeln auf Körperteilen bedeutet, haben sie die Aufgabe bekommen, beim großen Tiberanda-Stadtfest am Samstag ihre Trommeleien vorzuführen. „Wir laufen rythmisch“, sagt Marc Benseler, der Leiter der vier Mädchen und sechs Jungen, um ihnen zu erklären, was sie machen. Während Alex, der zweite Betreuer beim Musikerberuf, auf einem Cajon (Spanisch für Kiste, Kasten) spielt, laufen die Musiker im Kreis und klopfen mit dem Besen auf den Boden. Immer steht Marc vorne und macht mit seinem Team mit. Typisch für ihn ist ein gelbes Quietsche-Entchen, was seinen Trommler häufig sehr amüsante Momente einbringt. Meistens benutzt Marc es, wenn er vermeiden möchte, zu laut zu schreien. Einer der Teilnehmer, Tiberandaner Leon (12 Jahre), der davor noch nicht viel mit Musik zu tun hatte, sagt auf die Frage, warum er sich für den Musikerberuf entschieden hat: „Beim Trommeln komme ich richtig in den Rhythmus hinein.“ Leon findet seinen Beruf super und wird ihn nächstes Jahr vielleicht wieder auswählen.

Autor: Gabriel, 13 Jahre
Foto: Jan, 12 Jahre